Der Tag an dem die Welt still stand

Freitag, der 28.09.2012 – heute ist die Welt stehen geblieben, vielleicht nicht die ganze Welt, aber auf jeden Fall meine. Was ist passiert?

11:05 Uhr
Versatel hat mal wieder das Internet kaputt gemacht und das Telefon geht auch nicht mehr.

11:35 Uhr
Es geht immer noch nichts, ich rufe bei der Hotline an, das Fräulein vom Band fragt nach der Rufnummer des betroffenen Anschlusses. Wo ist bei meinem Handy während eines Telefonats eigentlich der Ziffernblock? Bevor ich ihn gefunden habe, hat das Fräulein vom Band schon ungeduldig wieder aufgelegt. Also nochmal anrufen, sich nochmal belehren lassen, dass Gespräche aufgezeichnet werden können und ich widersprechen soll, wenn ich das nicht wünsche. Jetzt habe ich den Ziffernblock und übermittle die betroffene Rufnummer. Das Fräulein vom Band wiederholt sie Ziffer für Ziffer – ja das ist die richtige Nummer, bestätige ich mit der 1. Ich habe ein technisches Problem oder eine Störung: 2.

11:45 Uhr
Ich bin endlich bis zur Warteschleife vorgedrungen, und darf mich einer kurzen musikalischen Pause erfreuen. Da unterbricht das Fräulein vom Band schon wieder und teilt mir mit, auf meiner aktuellen Warteposition hätte ich eine voraussichtliche Wartezeit von 15 Minuten, deswegen möge ich es doch später noch einmal versuchen. Sprach’s und legt auf.

Kein Internet! Ich kann NICHTS machen. Keine eMails, kein Shop, kein Blog – nichts! Klar ich könnte ein wenig mit dem Handy telefonieren, aber dessen Telefonbuch ist extrem schlecht gepflegt, ich verwalte meine Kontakte im Internet.
Na gut, dann mache ich halt etwas ganz anderes…

14:16 Uhr
Da bin ich wieder, im Gegensatz zu Telefon und Internet.
Also rufe ich nochmal bei der Hotline an, vielleicht gibt es da ja Neuigkeiten. Nachdem ich oben beschriebene Prozedur, inzwischen schon ganz routiniert, absolviert habe, gibt es tatsächlich etwas Neues: das Fräulein vom Band erklärt mir, in meinem Bereich gäbe es eine Störung, deswegen würden mein Telefon und mein Internet derzeit nicht funktionieren. Man habe die Störung aber schon bemerkt und die Techniker arbeiteten mit Hochdruck an der Lösung.
Ach es gibt also eine Störung, jetzt weiß ich wenigstens warum mein Telefon und mein Internet nicht funktionieren.
Bloß gut ich habe noch analoge Bücher, die ihre Gültigkeit nicht übers Internet bestätigen müssen, bevor man sie lesen kann.
Kaffeetrinken, Wocheneinkauf…

17:59 Uhr
Ich bin wieder zurück, mein Internet immer noch nicht.
In meiner Verzweiflung rufe ich nochmal bei der Hotline an. Die übliche Prozedur – alles Routine.
Und da ist auch wieder meine Freundin vom Band und erklärt mir, dass es in meinem Bereich derzeit eine Störung gäbe und meine Telefon und Internet deswegen nicht funktionieren würden. Man habe die Störung aber schon bemerkt und die Techniker arbeiteten mit Hochdruck an einer Lösung. Irgendwie kommt mir das bekannt vor, ich gehe duschen.

19:35 Uhr
Und da isses wieder! 11:05 Uhr – 19:35 Uhr macht genau 8,5 Stunden, damit hat Versatel die magischen 99,9% Verfügbarkeit schon fast an einem einzigen Tag gerissen – aber es war ja auch nicht der erste Ausfall in diesem Jahr.
8,5 Stunden sind zufällig auch ziemlich genau ein kompletter Arbeitstag, den Versatel hier einfach vernichtet hat. Zuletzt hatte ein Bagger das wohl einzige Versatel-Kabel am Ostkreuz zerstört, das hat aber auch länger als 8,5 Stunden gebraucht bis es repariert war – es würde mich schon interessieren was es diesmal war.
Alles in Allem ein wirklich schwarzer Freitag. Danke Versatel, Ihr habt das großartig gemacht!

Nein, ich bin nicht süchtig, aber abhängig bin ich schon.

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